Selbstdiagnose im IT- & Gesundheitsbereich mit fatalen Folgen!

Kuddelmuddel

Beobachtet man die Trends sowie das entsprechende Nutzerverhalten im IT- & Gesundheitsbereich, so stellt man fest, dass es erschreckend viele Parallelen gibt. Die Ursache ist ebenfalls identisch, denn es herrscht der Trend zur Selbstdiagnose und leider auch Handlung in den zuvor genannten Branchen und es wird wahrlich vieles geglaubt, was irgendwo im Internet steht. PS: Das „Internet“ hat nicht immer recht…!

Findet der Anwender einen „kranken“ und nicht funktionierenden Computer vor wird rasch gegoogelt, was das Internet dazu sagt und allerlei Ratschläge befolgt, um seinen PC zu „heilen“. Leider führt diese Art der Selbstdiagnose und Handlung oftmals zu einer „Erstverschlimmerung“ 😉 des Problems, da man oftmals auf Seiten landet, welche nicht wirklich redliche Absichten verfolgen. Im günstigsten Fall wird nur allerlei Software installiert, welche das gebeutelte Betriebssystem nun noch zusätzlich belasten, z.B. 2 Gratis-Virenscanner anstelle eines richtigen, welche sich gegenseitig die Prioritäten abspenstig machen und den Arbeitsspeicher des Computers in die Knie zwingen. Im ungünstigsten Fall ist aber im Gepäck der vermeintlich rettenden Software Malware enthalten, welche euch ausspioniert oder gar das System verschlüsselt und somit unbrauchbar macht. Dann gibt es noch tolle Ratschläge munter in der sog. Registry eines Windows-Systems Parameter und Werte zu ändern, welche mit viel Pech zum Tod des Betriebssystems führen. Alle der zuvor geschilderten Szenarien hätte man verhindern können, wenn man sich vorab an einen Fachmann gewandt hätte, welcher auf Basis „evidenzbasierter“ Vorgehensweisen das System hätte retten können und euch somit viel Zeit, Geld und Frust erspart hätte. Für uns ist dieser Trend der Selbstdiagnose und unfachmännischer Herangehensweise bei Computerproblemen im Übrigen ein Segen, da die Behebung des angerichteten Schadens unseren Kontostand wachsen lässt und euch von der Last des Geldes befreit. 😉

Im Medizinbereich ist es leider oftmals haargenau das Gleiche, nur mit dem Unterschied, dass man seinem eigenen Organismus erheblichen Schaden zufügt, dessen Wertigkeit um einiges höher sein sollte, als es beim heimischen Computer der Fall ist. Man stellt irgendein Krankheits-Symptom fest und ergoogelt nun, was dies sein könnte und folgt mit Pech den Ratschlägen von irgendeiner „Schwurbelseite“.  Nimmt man nun z.B. in Folge der Ratschläge ohne fachmännische Diagnose massig Mikronährstoffe ein, hat man im Idealfall nur einen besonders teuren Urin hergestellt oder begünstigt das Wachstum von Nierensteinen oder -leiden. Mit Pech fällt man, wie in der IT, aber auf besonders schäbige Scharlatane herein, welche einem ohne evidenzbasierten Beweis z.B. Wasserstoffperoxid (MMS-Tropfen) oder Gemüsesaft gegen Krebsleiden oder anderen Wehwehchen empfehlen. Folgt man nun gerade bei Krebsleiden diesen Ratschlägen, anstelle sich in eine onkologische Fachbehandlung zu begeben, zahlt man dies mit Pech mit seinem Leben… – http://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/MMS-Tropfen-Gefaehrliches-Wundermittel-,mms101.html

Aber auch hier reibt sich die „böse Pharmabranche“ in günstigeren Ausgängen die Hände. Zerstört man z.B. mit MMS-Einläufen seine Darmflora (Mikrobiom) spült die nachfolgende, wirkende Darmsanierung mit bewährter und evidenzbasierter Schulmedizin natürlich ordentlich Geld in die Kassen der Hersteller, durch die Vergrößerung des Schadens durch Selbstdiagnose und Eigenbehandlung.

Die Botschaft und das Fazit dieses kleinen Beitrags lautet dementsprechend: Die Inanspruchnahme eines Fachmannes im Bereich der IT- & Gesundheitsbranche spart Geld, schützt vor negativen Auswirkung und kann im Idealfall den Tod des Computersystems oder Organismus verhindern.

Wer weiter pseudowissenschaftlichen Unsinn als wirksam erachtet, dem empfehlen wir folgendes Video. Ist man danach immer noch der Überzeugung, dass IT- oder Gesundheits-Malware erstrebenswert sind, den bitten wir uns nicht mehr zu folgen, vielen Dank.